Work in Progress
Die leere Kunsthalle wird zum Ausgangspunkt einer Ausstellung, in der der Raum und seine Wände selbst zu zentralen Akteur*innen werden. Im Rhythmus von jeweils vier Wochen realisieren fünf Künstler*innen nacheinander ortsspezifische Wandmalereien auf den weißen Wandflächen der Kunsthalle. Jede Arbeit ist temporär und wird nach einem Monat wieder weiß überstrichen während bereits die nächste Intervention beginnt.
Die Ausstellung ist ein fortlaufender Prozess, bei dem Wandel, Vergänglichkeit und die Spannung zwischen Sichtbarkeit und Verschwinden in den Fokus rücken. Die Besucher*innen sind eingeladen, diesen Prozess von der leeren, weißen Wand bis zur bemalten Kunsthalle zu begleiten und verschiedene künstlerische Zugänge zur Wandmalerei zu erleben. Jeder Besuch zeigt einen anderen Zustand und offenbart neue Perspektiven auf den Raum.
Als eine der ältesten Formen künstlerischer Arbeit ist Wandmalerei eng mit Architektur und Öffentlichkeit verbunden und dabei zugleich Zeichnung, Malerei, Performance und räumliche Setzung. Die Wand ist dabei nicht nur Bildträger, sondern gleichzeitig Grenze, Widerstand, Projektionsfläche und Zeugin. In der Kunsthalle entsteht über fünf Monate hinweg eine Abfolge temporärer Einschreibungen, die den Ort immer wieder neu definieren und verändern. Damit widersetzt sich die Ausstellung bewusst der Logik von Dauerhaftigkeit und vollständiger Verfügbarkeit; sie eröffnet Raum für Prozesse, Begegnungen und das Erleben von Veränderung.
Termin
21.04.2026 bis 10.05.2026
Ort
Kunsthalle Düsseldorf, Grabbeplatz 4, 40213 Düsseldorf,
Die Kosten
Die Veranstaltung ist kostenpflichtig. Weitere Informtionen erhalten Sie beim Veranstalter.



