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Melanie Loureiro

18.02.2025: Die Verbundenheit der Kreaturen

Installationsansicht „Melanie Loureiro. Die Verbundenheit der Kreaturen“ KIT – Kunst im Tunnel, 2025 | Foto: Ivo Faber
Installationsansicht „Melanie Loureiro. Die Verbundenheit der Kreaturen“ KIT – Kunst im Tunnel, 2025 | Foto: Ivo Faber

Das sagt der Veranstalter:

In der Netflix-Serie Das Leben auf unserem Planeten werden vier Milliarden Jahre Erdgeschichte bildgewaltig und untermalt mit dramatischem Sound dargestellt. Die sonore Stimme von Morgan Freeman (Darsteller diverser Gott-Figuren) trägt uns von Zerstörung zu Neuanfang zum nächsten Aussterbeereignis durch einen hunderte von Millionen Jahre währenden Überlebenskampf von Flora und Fauna. Dieser ewige Kreislauf wird mittels
fotorealistischer Animationen im Disney-Stil illustriert, doch im inneren Bilderspeicher bleibt am Ende einzig das Überleben der Pflanzen haften: Diesen „Lichtessern“1 ist es gelungen, nach jeder Warm- oder Eiszeit wieder der Sonne entgegenzuwachsen, den ganzen Planeten erneut zu begrünen und somit unsere Existenz zu ermöglichen. Sie sind untrennbar mit unserem Leben verbunden und verwoben, von der Wurzel bis zum Blatt, zur Blüte, zur Frucht.

Langsam, stetig, wunderbar lebendig breiteten sich Pflanzen immer wieder aus. Überall auf der Welt bieten sie uns ein Feld (das ein Garten sein kann, oder auch nur eine Topfpflanze) auf dem wir, oft schon als Kinder, das Wachsen und Vergehen erforschen und das Leben von Raupen, Schmetterlingen, Käfern und Ameisen beobachten können. Pflanzen und Insekten bilden eine Gemeinschaft, in der Insekten Blüten bestäuben und für die Fortpflanzung sorgen, während die Pflanze den Insekten als Nahrungsquelle dient. Doch nicht alle Insekten und Pflanzen sind Teil dieser idyllischen Symbiose: Gegen allzu gierige Fressfeinde entwickeln die Pflanzen Bitterstoffe und Gifte oder sie locken die Räuber ihrer Fressfeinde mit speziellen Duftstoffen. Geduldiges Hinschauen lohnt sich also. Denn dann offenbart sich uns die geheimnisvolle Lebendigkeit der beseelten Natur, als würden wir durch ein Vergrößerungsglas sehen.

Melanie Loureiro ist eine geduldige, an den Prozessen der Natur und den Ursachen ihrer Bedrohung hochinteressierte Beobachterin. Vor allem aber ist sie Künstlerin, eine Malerin, die eine Faszination für die Gesamtheit der Wechselwirkungen zwischen Flora, Fauna, Umwelt und Mensch hegt. Als Feldforscherin zu allen Jahreszeiten in den heimischen Gärten und Parks unterwegs, lässt sie sich von saisonalen Entdeckungen inspirieren, die sie dann in einem intensiven künstlerischen Prozess in Bilder verwandelt. Dabei folgt sie teils der Realität, teils arrangiert sie ihre Motive frei in einem Szenario, das ihrer Fantasie und Inspiration entspringt. Das Ergebnis ist eine Vielzahl von motivischen und malerischen Eingriffen. Bei täglicher Atelierarbeit kann die Fertigstellung eines Bildes bis zu sechs Monate dauern.

Für die Ausstellung „Die Verbundenheit der Kreaturen“ schuf Melanie Loureiro im vergangenen Jahr neue Werke von vibrierender Energie, für deren Betrachtung wir keine Vergrößerungsgläser brauchen. Die Künstlerin hat gefräßige Raupen, zauberhafte Schmetterlinge oder mondbeschienene Nachtfalter gemalt, beklebt, mit Farbe bestäubt und mit dem Skalpell bearbeitet, bis sie übergroß und in satten Farben den Bildraum beherrschen und uns ein einzigartiges Seherlebnis bescheren. Sonnenblumen, auf denen sich Marienkäfer tummeln, drei Ameisen, die sich an einer Walderdbeere laben – das Getier auf diesen Bildern ist naturalistisch und doch abstrakt, ist seiner natürlichen Zierlichkeit enthoben. Das uns vertraute Größenverhältnis verschiebt sich: Wir betrachten die Malereien durch die Augen der dargestellten Insekten. Plötzlich erscheint die Dimension der dargestellten Alltagsszenen nicht mehr mikroskopisch klein, sondern groß und nah. Kleinere Flächen auf der Leinwand erinnern dagegen an Miniaturlandschaften: ein winziger Hügel unter weitem Himmel erhebt sich zwischen Gemüseblättern. Manche Farbflächen lassen an Airbrush-Technik denken, scharfe Kanten und Vertiefungen an geschnitzte Reliefs. Je nach Blickwinkel wirken die Sujets dreidimensional, mitunter wie in Bewegung.

Termin

18.02.2025 bis 09.06.2025

Ort

KIT – Kunst im Tunnel, Mannesmannufer 1b, 40213 Düsseldorf

Kosten

Eintritt 4 Euro, Ermäßigt 3 Euro


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