Immendorff
Das sagt der/die Veranstalter/in:
Welche Rolle spielt Kunst in der Politik – und der Künstler in der Gesellschaft? Kaum jemanden haben diese Fragen so beschäftigt wie Jörg Immendorff (1945–2007). Während er als ebenso gefeierter wie umstrittener „Malerfürst“ ein öffentlichkeitswirksames Image pflegte, setzte er sich zeitlebens mit der politischen, gesellschaftlichen und identitätsstiftenden Funktion von Kunst auseinander. Seine unverkennbare Bildsprache machte ihn Ende des 20. Jahrhunderts zu einem der international erfolgreichsten deutschen Künstler*innen seiner Generation. Mit der ersten umfassenden Retrospektive in Immendorffs Wahlheimatstadt Düsseldorf, wo er jahrzehntelang studierte, lehrte und arbeitete, rückt ihn der Kunstpalast zurück ins Blickfeld. Rund 120 Werke aus fünf Jahrzehnten zeichnen seinen Weg von den Anfängen an der Düsseldorfer Kunstakademie bis zu den letzten im hiesigen Atelier entstandenen Arbeiten nach.
„Jörg Immendorff gehört zu den prägendsten Künstlerpersönlichke iten der deutschen Nachkriegs zeit . Umso erstaunlicher ist es, dass sein Werk seit seinem Tod nur vereinzelt museal gezeigt und aufgearbeitet worden ist “, so Felix Krämer, Direktor des Kunstpalastes. „Die Retrospektive eröffnet einen längst überfälligen Blick auf dies en Künstler in seiner ganzen Vielschichtigkeit: als politischer Denker, Kulturvermittler und selbstbewusster Grenzgänger zwischen Hoch - und Pop ulär kultur. “
Die chronologisch aufgebaute Ausstellung vereint Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen sowie Dokumentationen von Immendorffs Aktionen. Ergänzendes Archiv - und Fotomaterial, Skizzen, Schriften und Presseausschnitte vermitteln ein lebendiges Bild seines weit gefassten Kunstverständnisses und seines vielschichtigen Blicks auf die Welt. Immendorff s Auffassung von Kunst als „Menschwerdung“ – als Mittel, mit dem der Mensch sein Erleben und seine soziale Rolle erkunde t – zieht sich durch die gesamte Präsentation . In seinen Werken verdichte n sich persönliche, politische und gesellschaftliche Symbole, Texte und Themen zu komplexe n Bildwelten, die um die Rolle des Einzelnen und die Funktion der Kunst in der Gesellschaft kreisen.
„Jörg Immendorff hat von Anfang an darauf hingearbeitet, Kunst gesellschaftlich wirksam zu machen und ihr politisches Potenzial auszuschöpfen “, so Felicity Korn, Sammlungsleiterin für Kunst des 20. u nd 21. Jahrhunderts im Kunstpalast. Ihre Co - Kuratorin Westrey Page ergänzt : „Die Ausstellung zeigt Jörg Immendorff als jemanden , der sich in diesem Bestreben immer wieder neu erfunden hat – in der konsequenten Weiterentwicklung seiner Bildsprache, seiner interdisziplinären Arbeitsweise und der konstanten Hinterfragung der eigenen Rolle als Künstler .“ Für die Ausstellung haben beide Kuratorinnen eng mit dem Nachlass zusammengearbeitet.
Termin
25.09.2026 bis 10.01.2027
Ort
Kunstpalast, Ehrenhof 4-5, 40479 Düsseldorf
Die Kosten
Die Veranstaltung ist kostenpflichtig. Weitere Informtionen erhalten Sie beim Veranstalter.